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Festspiel-Blog

Eine echte Gemeinschaftsleistung

Die Europäischen Wochen Passau ziehen eine positive Bilanz der 67. Festspiele. 11.702 Besucherinnen und Besucher haben in diesem Jahr eine Veranstaltung der Europäischen Wochen Passau besucht, 1600 mehr als im Jahr 2018. Davon waren 7377 BesucherInnen mit gebuchten Tickets, die restlichen besuchten kostenfreie Veranstaltungen wie die beiden Kunstprojekte („La Grande Guerra Bianca“/ „International Sock Exchange“) den 22. Passauer Tetralog oder die Podiumsdiskussion mit europäischen Künstlern. Die Ausstellung „La Grande Guerra Bianca“ im Kulturmodell konnte 2543 Besucherinnen und Besucher anziehen. Die durchschnittliche Platzauslastung der Konzerte lag so wie in den Vorjahren bei etwas über 70 Prozent.

Das Programm
„Höhepunkte und Brennpunkte“ gliederten das Programm. „Höhepunkte“ waren Gastspiele hochkarätige klassischer Orchester, Ensembles und Solisten, darunter die „Academy of St. Martin in the Fields“, „Amsterdam Sinfonietta“, Julia Lezhneva mit Dmitri Sinkovsky und dem Ensemble La Voce Strumentale, Frank Peter Zimmermann und Martin Helmchen sowie viele andere. Eine Vielzahl von Veranstaltungen beleuchtete „Brennpunkte“ des europäischen Diskurses. Zum ersten Mal in Deutschland war das Theaterstück „Lampedusa Way“ der italienischen Regisseurin Lina Prosa zu sehen. Hochkarätige Vortragende wie die Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels, Aleida und Jan Assmann, kamen als Redner zu den Festspielen. Im Bereich der Literatur gelangte etwa ungarische Gegenwartsliteratur in den Blick und der Autor Christian Torkler las aus seinem Entwicklungs- und Flucht-Roman „Der Platz an der Sonne“. Durch Workshops, Kinder- und Jugendkonzerte, Schulaufführungen sowie Formate wie den „International Sock Exchange“ konnten auch junge Menschen an die Europäischen Wochen Passau herangeführt werden.

Eigenproduktionen und Kooperationen
Zahlreiche Programmpunkte waren Eigenproduktionen der Europäischen Wochen Passau, darunter die historische Rekonstruktion der „Großen musikalischen Akademie“ Ludwig van Beethovens, die literarische Performance „Echoraum: Ungarn“, die Kunst- und Ausstellungsprojekte „La Grande Guerra Bianca“ von Fotograf Stefano Torrione und „International Sock Exchange“ der Londoner Künstlerinnengruppe „Keep it complex!“ sowie weitere Angebote, die nur bei den Europäischen Wochen Passau 2019 zu sehen waren. Die Festspiele kooperierten mit zahlreichen Kultur- und Bildungsträgern der Region, darunter das Bistum Passau, das Ev.-Luth. Dekanat Passau, die Universität Passau, die städtische Musikschule Passau und die Kreismusikschule Passau, das Landestheater Niederbayern, der Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern sowie die KünstlerSeelsorge der
Diözese Passau.

Finanzielle Konsolidierung
Mit den Festspielen 2019 setzten die Europäischen Wochen ihren Konsolidierungskurs erfolgreich fort. Die Festspiele haben vorsichtig gewirtschaftet und konnten den Haushaltsrahmen der Produktionskosten ohne Schwierigkeiten einhalten.

Presseecho
Nationale Medien wie das SZ Feuilleton und Deutschlandfunk berichteten über die Festspiele. Die Passauer Neue Presse begleitete die Festspiele mit intensiver und interessierter Berichterstattung. Die Kritiken fielen in großer Mehrzahl positiv aus.

Dank an KünstlerInnen, Vorstand, Schatzmeister und Team
Der Künstlerische Leiter der Festspiele, Dr. Carsten Gerhard, sagte zum Abschluss: „Ich möchte mich von ganzem Herzen bei allen künstlerisch Mitwirkenden, beim Vereinsvorstand und Schatzmeister der Europäischen Wochen Passau sowie beim Organisationsteam für sechs aus meiner Sicht sehr gelungene, erfolgreiche Festspielwochen bedanken. Das war eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung – herzlichen Dank!“

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