Echoraum: Ungarn
Ein literarischer Streifzug mit Tomma Galonska - Wandelperformance in der Buchhandlung
Sa, 06. Juli 2019
20:00 Uhr / Passau / Bücher PustetD
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Tomma Galonska | Konzept und Performance
Éva Balogh | Projektassistenz

Wo Populisten den öffentlichen Schallraum unisono bestimmen wollen, gilt es mehr denn je, nuancierten und sensiblen Stimmen einen Echoraum zu schaffen. Die Schauspielerin und Regisseurin Tomma Galonska trägt eine Auswahl in Deutsch vorliegender ungarischer Gegenwartstexte vor.
In berührender Melancholie, beißendem Witz, ohnmächtiger Wut und hellsichtigem Betrachten werden Lebenswirklichkeiten im heutigen Ungarn erkennbar. Die Performance führt nicht nur metaphorisch, sondern auch akustisch und räumlich in verschiedene Winkel des Verstehens und lädt ein zum empathischen Lauschen - zum Hören, das unser Sehen verwandelt.


Programm

I. Vielleicht müsste man das Lenkrad anders halten

Krisztina Tóth (*1967): Wortkette
Deutsch von Theresía Mora

(Begrüßung und Einführung)

Erzsébet Tóth (*1951): Jene grüne Klinge
Deutsch von Julia Schiff

Károly Arató (1939-1992): Ihr sitzt regungslos
Deutsch von Julia Schiff

Dániel Varró (*1977): Café
Deutsch von Agnes Relle

László Bertók (*1935): Nur die blau-grünen Spuren
Deutsch von Julia Schiff


II. Manchmal, einer Wunde gleich, öffnet sich die Geschichte

Zita Izsó (*1986): Die Dimensionen der Anhänglichkeit
Deutsch von Agnes Relle und Christine Schlosser

Tímea Turi (*1984): Wunde
Deutsch von Christine Schlosser

(Einige historische Fakten)

Gábor Schein (*1967): (und herrlich flog)
Deutsch von Julia Schiff

Gábor Schein (*1967): (er geht, er geht, und dann)
Deutsch von Julia Schiff


III. Friedenspfoten

István Péter Szakács (*1957): Das Märchen vom Mangalica-Schwein
Deutsch von Wilhelm Droste

István Kemény (*1961): Ungarn und die Zukunft
Deutsch von Tímea Tankó


Textnachweise:

«Streiflichter» Eine Anthologie ungarischer Gedichte – ungarisch-deutsch.
Auswahl und Übersetzung: Julia Schiff.
Verlag: Stiftung Lyrik Kabinett München. München, 2018.

«die horen» – Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik.
Von der unendlichen Ironie des Seins – Ungarische Ungereimtheiten.
Bd. 264, 4. Quartal 2016. Zusammengestellt von Agnes Relle unter Mitarbeit von Christine Schlosser.

Dániel Varró: Café. Deutsch von Agnes Relle. (Unveröffentlichte Übersetzung.)


Foto: Astrid Ackermann
Ort der Veranstaltung
20:00 Uhr / Passau / Bücher Pustet
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