Anna Gourari - Im Rahmen des Wilhelm Kempff Klavierfestivals
Werke von Ludwig van Beethoven und anderen großen Meistern
So, 29. Oktober 2017
19:00 Uhr / Passau / Großer RathaussaalM
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Er war der bedeutendste deutsche Pianist der Nachkriegszeit und überhaupt einer der größten Musiker des 20. Jahrhunderts: Wilhelm Kempff (1895-1991). In Kooperation mit der Wilhelm Kempff Akademie in Positano setzen die Festspiele Europäische Wochen Passau dem Jahrhundertpianisten mit einem eigenen Festivalwochenende ein Denkmal. Hierzu sind herausragende Interpreten der jüngeren Generation nach Passau eingeladen, um das Œuvre des Meisters, vor allem aber die Klaviersonaten von Beethoven, zu befragen.

Das Wilhelm Kempff Klavierfestival der Europäischen Wochen wird beschlossen durch die aus dem russischen Kazan stammende Anna Gourari.


ZUR PIANISTIN
»Anna Gourari heißt der neue Star im Pianistinnen-Olymp: Joachim Kaiser, der Papst der Musikkritik, verglich sie mit einer schönen Heiligen und schwärmte von der poetischen Intensität ihres Spiels. (…) Berühmte Pianisten wie Martha Argerich, Alexis Weissenberg und Vladimir Ashkenazy bestätigen ihr Weltformat.« (Gala)

Anna Gourari, eine der herausragendsten Künstlerpersönlichkeiten ihrer Generation, wurde im russischen Kazan geboren. Im Alter von fünf Jahren erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht und besuchte zunächst die Spezialmusikschule für hochbegabte Kinder. Mehrere Meisterkurse am Moskauer Konservatorium bei der einstigen Neuhaus-Schülerin Vera Gornostaeva zählten zu Anna Gouraris prägendsten musikalischen Erfahrungen, bevor sie ihr Studium bei Ludwig Hoffmann in München fortsetzte. In ihrem Klavierspiel vereint die Künstlerin daher Einflüsse zweier eminenter europäischer Klavierschulen.

Schon früh wurde Anna Gourari mit ersten Preisen und Auszeichnungen bedacht. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie, als sie zur Siegerin des 1. Internationalen Clara-Schumann-Klavierconcours in Düsseldorf gekürt wurde. Die Juroren rühmten ihr »fast mystisches Klavierspiel«. Presse und Publikum überschlugen sich mit Superlativen. Seither erspielte sich Anna Gourari als Solistin und Kammermusikerin einen ausgezeichneten Ruf in den bedeutendsten Musikzentren weltweit, gastiert bei internationalen Festivals und musiziert mit renommierten Orchestern und Dirigenten wie Sir Colin Davis, Iván Fischer, Lorin Maazel, Zubin Mehta und Sir Roger Norrington.

Neben ihrer Konzerttätigkeit kann die russische Künstlerin auf eine umfangreiche Diskographie verweisen. In ihrem breit gefächerten Repertoire findet sich die klassische Klavierliteratur ebenso wie Kompositionen der klassischen Moderne. Komponisten wie Rodion Shchedrin und Jörg Widmann haben für Anna Gourari Werke geschrieben und ihr gewidmet. Für ihre Aufnahmen – einige hielten sich mehrere Wochen in den Charts – wurde sie u.a. bereits mehrmals mit dem ECHO Klassik und jüngst mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet.

PROGRAMM
Ludwig van Beethoven (1770-1827) | Sonate für Klavier Nr. 13 Es-Dur op. 27/1 ›Sonata quasi una fantasia‹
Jörg Widmann (*1973) | Lichtstudie III
Johann Sebastian Bach (1685-1750) | »Nun komm‘ der Heiden Heiland« BWV 659 | Transkription: Ferruccio Busoni (1866-1924)
Alessandro Marcello (1673-1747) | Adagio aus Konzert für Oboe und Orchester | Transkription: Johann Sebastian Bach BWV 974
Johannes Brahms (1833-1897) | Drei Intermezzi op. 117
Paul Hindemith (1895-1963) | Suite für Klavier »1922« op. 26

Foto: Marco Borggreve
Ort der Veranstaltung
19:00 Uhr / Passau / Großer Rathaussaal
Routenplaner
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