"Der Zitherspieler" - eine musikalische Bühnenaktion
Zum 80. Jahrestag des Hitlers-Attentates von Georg Elser
Fr, 08. November 2019
19:30 Uhr / Burghausen / Anker FilmtheaterT
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Georg Glasl, Zither
Lilly Forgách, Schauspiel
Cornel Franz, Regie
Sabine Reithmaier, Text

Auf den Tag vor 80 Jahren, am 8. November 1939, versucht der Schreiner Georg Elser, Hitler, Göring und Goebbels zu töten. Das Attentat scheitert knapp, da die nationalsozialistische Führungsmannschaft den Münchner Bürgerbräukeller völlig unerwartet kurz vor der Explosion der Bombe verlässt. Elser wird auf der Flucht festgenommen und kurz vor Kriegsende, am 9.April 1945, im KZ Dachau mit einem Genickschuss
ermordet.
Da er sich weder in Briefen oder Tagebüchern zu seiner Tat geäußert hat, stützt sich das kollektive Gedächtnis auf nachtragliche Erinnerungen von Zeitzeugen, die oft erst in den fünfziger Jahren befragt wurden, und auf die Verhörprotokolle der Gestapo: Quellen, die zwar vorgeben, das zu berichten, was gewesen ist, die aber wenig Rückschlüsse auf die historische Figur zulassen und möglicherweise Verfälschungen enthalten. Wie im Leben bleibt Georg Elser daher auch in der musikalischen Bühnenaktion "Der Zitherspieler" wortlos. Seine Stimme übernimmt die Zither, jenes Instrument, das er von 1926 bis zu seinem Tod spielte.

Auf der Bühne sind zwei Akteure zu erleben: der Zitherspieler sowie ein Sprecher/Schauspieler. Die Akteure bewegen sich, wie Musik und Text, durch den Bühnenraum. Die Textcollage, die die Schauspielerin vorträgt, besteht aus Fragmenten von Zeitzeugenberichten, Verhörprotokollen und anderen Textinterpolationen. Die Musik besteht aus zwei Ebenen: dem Liveklang der Zither, die die Komposition "Jeshimon" des Komponisten Peter Kiesewetter zum Klingen bringt, und einem Zuspielband mit Dolby-Surround-Effekt, die die Szenerie zusätzlich mit Geräuschen und Klängen auflädt. 2012 hat der Bayerische Rundfunk
"Der Zitherspieler" als Hörspiel produziert. Aus Anlass des 80. Jahrestages von Elsers mutiger Tat wird
das Werk nur für die Bühne eingerichtet.

Foto: Christoph A. Hellhake
Ort der Veranstaltung
19:30 Uhr / Burghausen / Anker Filmtheater
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